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Gemeindebezirk Dorf im Bohnental
Dorf im Bohnental ist einer Fläche von 218 Hektar der kleinste Gemeindebezirk der Gemeinde
Schmelz.
- Dorf im Bohnental
liegt im nördlichen Bereich der Gemeinde und im sogenannten
"Bohnental".
- Von den umliegenden Höhen (400 m) hat man herrliche
Ausblicke auf das Panorama des Schwarzwälder Hochwaldes, zum Schaumberg und
über das saarländische Vulkangebiet.
- Das Ortswappen von
Dorf im Bohnental
- Beschreibung
(Blasonierung):
- Durch eine
eingebogene Spitze gespalten: oben rechts in Gold zwei schwarze Balken.
- Oben
links in Schwarz, ein silberner Zimmermannswinkel, überdeckt mit schräggekreuzten,
silbernem, goldgestieltem Zimmermannsbeil und einer silbernen Schrothsäge.
Unten in Silber ein grüner Lindenzweig mit 7 Blättern (1:2:2:2).
- Das Wappen von Dorf im Bohnental
berücksichtigt landesgeschichtliche, kirchengeschichtliche, dorfgeschichtliche
und landschaftliche Gegebenheiten.
- Der
rechte obere
Teil des Ortswappens bezieht sich auf die grundherrlichen Verhältnisse
in Dorf im Bohnental
bis zur Französischen Revolution.
- Die erste
Jahreszahl, die über Dorf im Bohnental bekannt ist, ist das Jahr 1282,
als der Edelknecht
Nikolaus von Waderellen ( Wadrill ) sein Erbgut Dorf an den Edelknecht
Ludevic
von Tholeya ( Tholey ) verkauft.
- Aus den folgenden 300 Jahren gibt es
keine
weiteren Nachrichten.
- Diese setzten wieder im 16. Jahrhundert ein,
unter
anderem mit dem Steuerregister vom 23. Februar 1585, in der die so
genannte
Türkensteuer zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen die vordringenden
Türken
an die entsprechenden Grundherren entrichtet wurde.
- In Dorf im
Bohnental war dies bis zur
Französischen Revolution die Herrschaft Dagstuhl, in deren Machtbereich
es zum
Hochgerichtsbezirk Schwarzenberg gehörte.
- Die urkundliche Ersterwähnung
des
Namens Schwarzenberg war im Jahre 1192, als in einer Streitsache des
Trierer
Klosters St. Eucharius - St Matthias mit ihren Vögten zu Wiltingen ein
gewisser
Gerlacus de nigro monte ( Gerlach von Schwarzenberg) als Zeuge genannt
wurde.
- 1294 wurde die Burg Schwarzenberg durch alliierte lothringische und
kurtrierische Truppen zerstört, aber 15 Jahre später von Thielmann und
Hugo
Schwarzenberg wieder aufgebaut.
- Der Burg wurden 1346 sogar durch Karl
IV. die
Stadtrechte verliehen, allerdings ohne praktische Auswirkungen.
- Sie
gehörte zu
dieser Zeit bereits dem Trierer Erzbischof und Kurfürsten Balduin von
Luxemburg.
- Die Herren von Schwarzenberg waren nicht in der Lage ihren
Stammsitz
zu halten.
- Ab Beginn des 15.
Jahrhunderts wurde die Burg öfters von den Kurfürsten verpfändet
1513 wurde Burg und
Herrschaft Schwarzenberg nicht mehr von Kurtrier eingelöst, sondern die
Hälfte
der Herrschaft gehörte der Familie von Flerstein als trierisches Lehen.
- Die
andere Hälfte und die Burg selbst löste 1541 der Kanzler Johann von
Enschringen
ein, der eine von Schwarzenberg zur Frau hatte.
- Als 1610 Gerhard von
Enschringen als der Letzte seiner Familie starb, erhielt der Domprobst
Philipp
von Sötern, der spätere Kurfürst von Trier, Burg und halbe Herrschaft.
- In den
folgenden Jahren kaufte er die Teile an den beiden Hochgerichten
Dagstuhl und Schwarzenberg auf, um daraus eine zusammenhängende
Herrschaft für seine Familie
zu bilden.
- Die Linie der
Herren von Schwarzenberg stirbt im 17. Jahrhundert im Mannesstamm aus.
- Sie
führten in ihrem Wappen auf goldenem Schild 2 schwarze Balken.
- Im Jahre 1957
erhielt Dorf im Bohnental als Filiale der Pfarrei St. Willibrord Limbach eine eigene Kirche.
- Sie wurde 1953 bis 1957 mit großer Opferbereitschaft der Einwohner erbaut und
dem HL Josef geweiht.
- Nach dem Evangelium des Matthäus, Mt 13.55, hatte der Hl.
Josef den Beruf des Zimmermanns inne.
- Der Zimmermannswinkel, das Zimmermannsbeil
und die Schrothsäge im linken oberen Feld stehen als Attribute des HI. Josef.
- Der schwarze Hintergrund in diesem Feld deutet auf die Asche hin, die beim
Brand vom 10. Februar 1870, also unmittelbar vor Ausbruch des
deutsch-französischen Krieges, entstand.
- Den Flammen fielen 11 Häuser, damals
fast die Hälfte aller Dorfer Anwesen, zum Opfer.
- Der Lindenzweig im
unteren Feld steht zum einen für die schätzenswerte Natur um Dorf im Bohnental, das 1998 ins
Dörferprogramm des Naturparks Saar/Hunsrück aufgenommen wurde.
- Vorrangiges Ziel
hierbei ist die gewachsene Kulturlandschaft zu erhalten.
- Zum anderen steht er
für die alte Linde vor dem ehemaligen Schulgebäude, welches heute als
Dorfgemeinschaftshaus benutzt wird.
- Im Umfeld der Linde finden vielfältige
dörfliche Gemeinschaftsveranstaltungen statt.
- Die Linde stellt somit ein Symbol
für das blühende gesellschaftliche Leben in der örtlichen Gemeinschaft von Dorf
im Bohnental dar.
Die 7 Blätter des
Lindenzweigs erinnern an die 7 Dorfer Bürger die im Sötern Dagstuhlischen
Steuerregister vom 23. Februar 1585 erwähnt wurden: Mayr Glas, Theobald
daselbst, Johannen Clos, Mathis, Bodt von Dorff, Junckher Steffen, Mathis
Lindtscheid, Michels Johann von Dorf.
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Einwohnerzahlen |
30. Juni 2010 |
31. Juli 2010
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mit Hauptwohnsitz (HWS) |
308 |
308 |
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mit Nebenwohnsitz (NWS) |
23 |
23 |
Alte Schule in Dorf im Bohnental
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