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Der Erzgräberweg

14 Kilometer - gekreuzter Pickel mit Schippe und Spitzbogen - Kulturwanderweg


PDF DateiFlyer - Erzgräberweg - vorgestellt auf der 17. Schmelzer Wanderwoche am 21. Juli 2007

  • Bereits vor dem 30-jährigen Krieg - 1618 bis 1648 - ist die Verhüttung von Eisenerz im Schmelzer Raum beurkundet.
  • Im Zuge der Gründung der Dillinger Hütte - 1686 - errichtete die Familie de Lenoncourt um 1700 auch in Bettingen ein Hüttenwerk, das erst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts aus Rentabilitätsgründen seinen Betrieb einstellen musste und 1869 versteigert wurde.
  • Ausgangspunkt für die Bettinger Schmelze waren die Vorkommen von ergiebigen Raseneisenerzen und Lebacher Eiern, sowie das Vorhandensein von Kalk, Holzkohle aus den ausgedehnten Wäldern und die Wasserkraft der Prims.
  • Der Erzgräberweg ist einer der Saar-Lor-Lux-Kulturwanderwege und führt zu den Zeugnissen der vorindustriellen Erzverhüttung in Schmelz.
  • Startpunkt ist der Wanderparkplatz „Dreihausen" - Ambetstraße.
  • Der Weg führt entlang des Sollbaches zu den aufgelassenen Erzgruben, die aufgrund ihrer Größe das Ausmaß der Abbautätigkeit erkennen lassen.
  • Nachdem man die „Dicke Eiche", einen mehr als 380 Jahre alten Baumriesen passiert hat, gelangt man zu Kohlemeilerplätzen und einem Schaumeiler, den Zeugnissen der Arbeit der Köhlerfamilien, die im Wald „Großer Horst" lebten und arbeiteten.
  • Am Rand des „Großen Horstes" entlang führt der Weg mit herrlichen Ausblicken auf Limbach weiter zur „Birg", einer Wehranlage, die in vorrömischer Zeit begründet und bis in das 7. bzw. 8. nachchristliche Jahrhundert immer wieder neu aufgebaut wurde und dem Schutz der Bevölkerung in Unruhezeiten diente.
  • Der Hoxfels, eine Felssteilkante aus Latitandesit - Alter 280 bis 290 Millionen Jahre - eröffnet einen grandiosen Ausblick auf das enge Primstal und die gegenüberliegenden Hochflächen vulkanischen Ursprungs.
  • Bevor man nun zum Wanderparkplatz zurückgelangt, bietet der Rengeskopf, ebenfalls eine vulkanische Intrusion, einen sehr guten Blick auf die ehemalige Bettinger Schmelze und auf die sich ihr anschließenden Orte Schmelz und Hüttersdorf.
  • Ausgangspunkt der Wanderung: Bettingen, Wanderparkplatz „Dreihausen" an der Ecke Ambetstraße/Goldbacher Straße.
Flyer - Erzgräberweg - vorgestellt auf der 17. Schmelzer Wanderwoche am 21. Juli 2007
Flyer - Erzgräberweg - vorgestellt auf der 17. Schmelzer Wanderwoche am 21. Juli 2007


Premiumweg mit Lernfaktor

250 Teilnehmer unterwegs auf dem ausgezeichneten Erzgäberweg bei Schmelz


Der Erzgräberweg ist nicht nur ein Stück attraktiver Natur, sondern auch ein Lehrpfad in Sachen Geschichte. Nun gab es eine Premieren-Wanderung auf dem neuen Premiumweg.

• Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 02. Juni 2009 von SZ-Mitarbeiter Thomas Seeber

  • Der Rundwanderweg „Erzgräberweg“ in Schmelz ist schon seit Jahren eine beliebte Tour nicht nur für Wanderfreunde von nah und fern.
  • Inzwischen wurde der Rundweg vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Prädikat „Premiumweg“ ausgezeichnet.
  • Um diese Auszeichnung würdig zu feiern, hatten die Gemeinde Schmelz und der Saarwald-Verein Schmelz am Pfingstsonntag zum Premium-Wandern auf dem Erzgräberweg geladen.
  • Unter der Führung von Bürgermeister Armin Emanuel und Arnold Truar vom Saarwald- Verein nahmen knapp 250 Wanderer die 12,5 Kilometer lange Strecke in Angriff.
  • Neben einem abwechslungsreichen Naturraum mit Wald und offenen Kulturlandschaften bietet die Strecke auch viele kulturhistorische und geologische Details.
  • Diese werden dem Besucher auf zahleichen Infotafeln näher gebracht.
  • Seinen Namen verdankt der Erzgräberweg auch der Eisenverhüttung, die im Schmelzer Raum bereits seit der Zeit des 30-jährigen Krieges beurkundet ist und die der Gemeinde auch ihren Namen gab.
  • Der Wanderweg führt an der Bettinger Eisenschmelze vorbei zu den Erzkaulen, in denen die „Lebacher Eier“ gefunden wurden.
  • Das sind Toneisensteinerze in typischer Eiform und mit einem Eisengehalt von bis zu 28 Prozent.
  • Weitere Sehenswürdigkeiten an der Strecke sind das Naturdenkmal „Dicke Eiche“ und die Höhenbefestigungsanlage „Die Birg“.
  • Von der Klassifizierung des Erzgräberweges als Premiumweg erhofft sich die Gemeinde Schmelz eine gesteigerte Aufmerksamkeit für diesen gut ausgebauten Rundweg und auch für die weiteren Wanderrouten der Gemeinde.
Foto Thomas Seeber
Foto Thomas Seeber - Am Pfingstsonntag gab es auf dem frisch zum Premiumweg gekürten Erzgräberweg eine Spezial-Tour.


Wanderung entlang des Erzgräberweges

Neuer Premiumweg kann an Pfingstsonntag ab Schmelz erkundet werden


  • Das deutsche Wanderinstitut hat den Erzgräberweg mit dem deutschen Wandersiegel „Premiumweg“ ausgezeichnet.
  • Der Erzgräberweg führt zu den Zeugnissen der vorindustriellen Erzverhüttung in Schmelz und wurde von der Gemeinde und dem Saarwaldverein Schmelz bereits vor vielen Jahren als Themenweg und Saar-Lor-Lux-Kulturwanderweg konzipiert.
  • An Pfingstsonntag, 31. Mai, laden die Gemeinde Schmelz und der Saarwaldverein Ortsverein Schmelz zu einer Wanderung ein.
  • Los geht es um 13.30 Uhr ab dem Rathaus.
  • Mit dem Bus fahren die Teilnehmer zum Startpunkt Sollbachstraße.
  • Die Länge beträgt 12,5 Kilometer, die Strecke ist anspruchsvoll, aber auch familiengeeignet.
  • Zur Rast auf der Burg werden Getränke angeboten.
  • Die Schlussrast ist gegen 17 Uhr an der Kapelle auf dem Renges (zehn Minuten zum Rathaus).
  • Für Essen und Trinken für die Teilnehmer ist bestens gesorgt.
  • Kaffee und Kuchen, Rostwurst und Getränke werden angeboten von der St. Barbara Bruderschaft, Schmelz-Bettingen.
  • „Ein abwechslungsreicher Naturraum, in dem Wald und offene Kulturlandschaft eine ausgewogene Mischung bieten.
  • Viele kulturhistorisch und geologisch interessante Details, die mit Hilfe von Infotafeln erläutert werden.
  • Tolle Aussichten, die das Wandererlebnis abrunden“, so lautet das Urteil des Deutschen Wanderinstituts über den Erzgräberweg.
31. Mai 2009 - Pfingstsonntag - Premium Wandern auf dem Schmelzer Erzgräberweg
31. Mai 2009 - Pfingstsonntag - Premium Wandern auf dem Schmelzer Erzgräberweg

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