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Sanierung der alten Schule Limbach zur Schaffung eines multifunktionalen Dorfgemeinschaftshauses einschließlich der Nutzung zur Unterrichtung von Flüchtlingen

Übergabe des Zuwendungsbescheides am 28. April 2017

Am Freitag, 28. April, fand an der alten Schule in Limbach die Übergabe des Zuwendungsbescheides für die "Sanierung der alten Schule zur Schaffung eines multifunktionalen Dorfgemeinschaftshauses einschließlich der Nutzung zur Unterrichtung von Flüchtlingen im Ortsteil Limbach der Gemeinde Schmelz" statt.

Der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, überreichte dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde Schmelz, Wolfram Lang, symbolisch einen Scheck in Höhe von 463.299,58€. Die Gewährung der Zuwendung erfolgt im Rahmen der nachhaltigen Dorfentwicklung aus Mitteln des Landes und des Bundes (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" - GAK) sowie der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)) nach dem Saarländischen Entwicklungsplan für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020).

Die alte Schule spielt eine wichtige Rolle für die Limbacher Dorfgemeinschaft. Der Rad- und Wanderverein "City Mungos" Limbach, der Männergesangverein Limbach, der Wander- und Trachtenverein Limbach, der Berg- und Hüttenarbeiterverein Limbach-Dorf, der Arbeitskreis für Pfarr- und Ortsgeschichte und der Musikverein "Instrumental" Limbach nutzen die ehemaligen Klassenräume für ihre Proben und Sitzungen. Darüber hinaus beherbergt die alte Schule den Spielkreis der KEB sowie den Jugendclub und der Ortsvorsteher von Limbach, Bernhard Zimmer, hält hier seine regelmäßig stattfindenden Bürgersprechstunden ab.

Der Erhalt der "Alten Schule" als Dorfgemeinschaftshaus ist für alle Beteiligten ein großes Anliegen. Um die Bereitstellung der Räume künftig gewährleisten zu können sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an und um die alte Schule notwendig. Der Erste Beigeordnete bedankte sich im Namen der Gemeinde Schmelz bei Minister Reinhold Jost für die Unterstützung des Projektes und betonte, dass die Umbauarbeiten in enger Abstimmung mit den nutzenden Vereinen erfolgen.

Die zuwendungsfähige Maßnahme zur "Sanierung der alten Schule zur Schaffung eines multifunktionalen Dorfgemeinschaftshauses" ist in drei Bauabschnitte gegliedert. Mit dem ersten Bauabschnitt wird noch in diesem Jahr begonnen. Er beinhaltet die Dämmung der Außenhaut mit einem Wärmedämmverbundsystem sowie den Einbau neuer, Isolierverglaster Fenster im gesamten Gebäude. Im Jahr 2018 erfolgt der zweite Bauabschnitt. In diesem werden die alte Heizungsanlage sowie die kellergeschweißten Öltanks ausgebaut und durch einen neuen Niedertemperatur-Öl-Brennwertkessel sowie neue Kunststofftanks ersetzt. Darüber hinaus wird im Rahmen des zweiten Bauabschnittes der ehemalige Abstellraum im Erdgeschoss der alten Schule zu einer behindertengerechten Toilette umgebaut. Ebenfalls 2018 erfolgt die Trockenlegung eines Klassensaales im Erdgeschoss der zurzeit aufgrund von Feuchtigkeit und Schimmel nicht nutzbar ist. Neben der Schimmelbeseitigung und Trockenlegung erhält der Raum einen neuen Bodenaufbau. Nach der Sanierung soll dieser Raum den Limbacher Vereinen zur multifunktionalen Nutzung zur Verfügung stehen. Neben Vereinssitzungen und Proben sollen hier auch Sprachkurse für Flüchtlinge abgehalten werden. Der dritte und letzte Bauabschnitt erfolgt im Jahr 2019. Die Decken von Kellergeschoss und Erdgeschoss werden brandschutztechnisch ertüchtigt und auf die Decke zwischen Obergeschoss und Dachgeschoss wird eine Wärmedämmung aufgebaut. Zur Schaffung eines zweiten Fluchtwegs aus dem Obergeschoss wird eine Stahlaußentreppe an die Gebäuderückseite angebaut, die notwendige Fluchttür wird bereits im ersten Bauabschnitt im Rahmen der Erneuerung der Fenster installiert.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich laut Kostenschätzungen auf 655.168,24 Euro. Als zuwendungsfähig anerkannt wurden hiervon 617.639,44 Euro. Insgesamt 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben werden bezuschusst, 50% durch die Europäische Union, 15% aus Mitteln des Bundes und 10% aus Landesmitteln. Der Eigenanteil der Gemeinde Schmelz an der Sanierung der alten Schule beläuft sich auf voraussichtlich 191.938,66 Euro.

Vorbereitend zur Sanierung der alten Schule ist die zurzeit stattfindende Trockenlegung des Gebäudes notwendig. Aufgrund der vor Ort herrschenden Grundwasserproblematik gelangte Feuchtigkeit ins Mauerwerk des Gebäudes. Der Keller der alten Schule wurde bereits von außen geöffnet und neu abgedichtet. Darüber hinaus wird eine Drainage eingebaut und die maroden Schmutz- und Regenwasserkanäle werden erneuert um das Eindringen von Feuchtigkeit künftig zu verhindern. Die Kosten für diese Vorarbeiten sind nicht Teil des Zuschussprogrammes und werden vollständig von der Gemeinde Schmelz getragen.