Sprechstunde des Seniorensicherheitsberaters Otmar Hübschen
Bis auf weiteres finden noch keine Sprechstunden statt.
Neue Betrugsmasche: Wer den „Sparkassen-Anruf“ annimmt, verliert all sein Geld
Ihr E-Mail-Postfach quillt über, das Handy klingelt – und mittendrin bekommen Sie eine vermeintlich dringliche Nachricht von Ihrer Bank. Genau dieses Chaos nutzen Kriminelle gerade gezielt aus. Eine neue Betrugsmasche tritt vermehrt bei der Sparkasse auf – und zwar in zwei Stufen. Wer auf die erste hereinfällt, hat schon verloren.
Phishing-Angriffe sind laut aktuellen Zahlen um das 14-Fache gestiegen. Die Kundschaft der Sparkasse steht dabei besonders im Visier.
Zunächst landen gefälschte E-Mails in Ihrem Posteingang. Darin behaupten die Kriminellen, die Registrierungsdaten des Online-Banking-Profils seien veraltet – eine Aktualisierung sei dringend nötig. Ein Link führt auf eine täuschend echt aussehende Website, auf der Zugangsdaten und persönliche Informationen abgefragt werden.
Doch damit nicht genug: Wer seine Daten eingibt, riskiert anschließend einen Anruf – angeblich von der Sparkasse. Die Täterinnen und Täter versuchen dann, ein fremdes Gerät als vertrauenswürdig freigeben zu lassen oder per TAN eine Überweisung zu bestätigen, die sie selbst angestoßen haben.
Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe warnt ausdrücklich vor diesen Mails.
Woran Sie Phishing-Mails erkennen: Sie sind bei der Sparkasse und wollen gar nicht erst auf die neue Betrugsmasche hereinfallen? Dann achten Sie bei E-Mails oder Anrufen immer auf die folgenden Warnsignale:
- Künstliche Dringlichkeit: „Innerhalb von 24 Stunden handeln, sonst wird Ihr Konto gesperrt.“
- Gefälschte Absenderadresse: Die E-Mail-Adresse weicht vom echten Unternehmen ab (z. B. service@sparkasse-sicherheit.de).
- Link zur Dateneingabe: Seriöse Banken fordern Sie niemals per Mail auf, PIN, TAN oder Passwörter einzugeben.
- Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“ statt Ihres Namens.
- Sprachfehler: Rechtschreibfehler, fehlende Umlaute oder holpriges Deutsch.
Was Sie gegen die neue Betrugsmasche tun können: Haben Sie bereits Daten auf einer Phishing-Seite eingegeben oder eine TAN-Freigabe erteilt? Dann zählt jetzt jede Minute:
- Kontaktieren Sie sofort Ihre Sparkassen-Filiale.
- Lassen Sie Ihren Online-Banking-Zugang sperren.
- Melden Sie den Vorfall der Polizei.
Und generell gilt: TAN-Freigaben und Geräte-Bestätigungen nur dann erteilen, wenn Sie den Auftrag selbst angestoßen haben – niemals auf Druck von außen.
Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit. Vergessen Sie nicht, sich gegen die Hitze zu schützen.
Ihr Seniorensicherheitsberater Otmar Hübschen
Weitere Informationen können Sie auch über die Gemeinde, Schmelz, Frau Kolaric-Wilhelm erfragen.
schmelz.de