Zum Hauptmenue Zum Inhalt Zu den Kontaktdaten
 
 

Max – ein Schulhund für die Talbachgrundschule

​​​​​​​Am Freitag, dem 12. November 2021, stellte Klassenlehrerin Frau Annette Haßmann Bürgermeister Wolfram Lang zusammen mit Ihren Schülern/innen und Schulleiterin Barbara Hoffeld den Schulhund Max vor.

Ein großer brauner zweijähriger Labrador-Rüde mit großem Herz und Neugierde für seine neuen Alltagsgenossen.
Frau Annette Haßmann, die Besitzerin von Max, spürte bei ihren eigenen Kindern schon früh, dass ihr Labradorrüde im Umgang mit ihnen sehr beruhigend wirkt und auch intuitiv Kontakt zu ihnen sucht. So entschied Sie sich dazu mit Max das Projekt „hundegestützte Pädagogik in der Schule“ mit Hilfe einer Schulhund-Ausbildung anzugehen. Zu Beginn dieser Ausbildung wurde ein Wesenstest absolviert, den Max natürlich erfolgreich bestand. Die schriftliche und praktische Prüfung bei der Schulhund-Ausbildung Saarland beendeten beide im April diesen Jahres, coronabedingt wurden aus den ursprünglich angesetzten 6 Monaten fast 1 Jahr.

Die Schüler/innen der 1. Klasse freuten sich schon riesig an diesem Tag, dass Max wieder für 3 Stunden den Unterricht begleiten wird. Nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit kommt er nun zweimal in der Woche vorbei. Frau Haßmann erzählte, dass anfänglich bei einigen Kindern Ängste aus Ungewohntheit im Umgang mit Hunden vorhanden waren, die Max aber nach 2 Wochen direkt nehmen konnte. Denn hier zeigt sich die nachgewiesene Wirkung eines Schulhundes, dieser soll durch seine Anwesenheit eine lernmotivierende Atmosphäre schaffen, in der Stress, Ängste und Unruhe bei den Schülern/innen abgebaut werden und die konzentrationsfördernd wirkt. Denn im Umgang mit Max gibt es nicht nur für ihn, sondern auch für seine Mitschüler/innen Regeln.
So müssen die Kinder in seiner Nähe leise sein, damit er zum Beispiel konzentriert seine Tricks mit ihnen vorführen kann, in dem er an einem Glücksrad dreht und die Schüler/innen Wörteraufgaben oder durch das Drücken eines Buzzers Rechenaufgaben lösen sollen. Auch das Apportieren eines Korbes, um die Schulhefte einzusammeln, ist für Max kein Problem. Spielerisch lernen so die Kinder den Umgang mit Tieren, respektvoll mit Ihnen umzugehen, sich zu konzentrieren und ihre Ängste abzubauen.

Aber nicht nur für die Schüler/innen gelten bestimmte Vorschriften, auch Frau Haßmann als Hundebesitzerin muss Regeln einhalten. Sie ist dafür verantwortlich, dass Max einen festen Platz im Klassenraum auf seiner eigenen, regelmäßig gereinigten Decke hat, der Wassernapf täglich gesäubert und frisch aufgefüllt wird und die Kinder nach jedem Kontakt die Hände waschen. Max bekommt vom Tierarzt halbjährlich alle notwendigen Impfungen und Gesundheitszeugnisse, wird alle 3 Monate entwurmt und alle 4 Wochen vorsorglich gegen Parasiten behandelt. Sie muss dafür Sorge tragen, dass Max niemals frei im Schulhaus/-gelände herumlaufen darf, nur sie mit ihm Gassi geht, der Kontakt zu Kindern mit Hundeallergie vermieden wird und er keinen Zutritt zur Schulküche oder offenen Ganztagsschule hat.

Um das Projekt „hundegestützte Pädagogik in der Schule“ mit Max an der Talbachgrundschule durchführen zu können wurden im Vorfeld alle Eltern umfangreich informiert und um ihre Erlaubnis gebeten.

Bürgermeister Wolfram Lang freut es, dass in Schmelz nun ein Schulhund die Schüler/innen positive soziale und pädagogische Erfahrungen sammeln lässt und den Schulalltag vielseitiger und erfreulicher gestaltet. Er bedankt sich bei Frau Haßmann, für ihren Mut und ihr Engagement, die schwierige Schulhund-Ausbildung mit Max absolviert zu haben, der Schulleiterin Frau Hoffeld, den Einsatz von Max in der Schule ermöglicht zu haben und den Eltern und Kindern, für ihre Mitarbeit, ohne die das Projekt nicht funktionieren könnte.

Leben in Schmelz Online