Sie befinden sich hier

Inhalt

Gemeindebezirk Primsweiler

Primsweiler mit einer Fläche von 231 Hektar, liegt an der Straße von Hüttersdorf nach Lebach östlich der Prims und der Eisenbahn. Als Nahtstelle für den Eisenbahnverkehr zwischen den mittleren und oberen Primsdörfern mit Dillingen, Lebach, Völklingen, Saarbrücken und Neunkirchen hatte Primsweiler über Jahrzehnte große Bedeutung für unsere Gegend. Heute ist Primsweiler aufgrund seiner ruhigen Lage und der guten Verkehrsanbindungen ein attraktiver Wohnort.

Zur Geschichte des Ortes Primsweiler (hier: Ortsname) - Auszug aus der Schmelzer Chronik Nr. 1, Seite 266 und 267 - von Josef Even und Elmar Schmitt.
1313 Wiler bei Lebach, verschiedentlich Weiler bei Lebach und Weiler an der Prims, schon recht früh Brembsweiler, Primsweiler und Primswiller. Damit enthält der Name zwei Elemente, von denen eines einen Hinweis auf die Lage, das andere auf die Entstehungszeit des Ortes gibt. Der Name Prims ist aus der römischen Zeit als primantia bekannt, er ist demnach verdeutscht, wie Christmann annimmt. M. Müller glaubt, ihn vom althd. bremen, prrman, mhd. bremen-brummen, rauschen ableiten zu sollen. Eine allgemeine Erfahrung spricht aber dafür, dass die großen Gewässer unserer Heimat ihre Namen in einer viel früheren Zeit erhalten haben, dass sie nämlich keltischen Ursprungs sind. Dies kann auch bei der Prims so sein. Der Namensteil Weiler hat Bedeutung für die Erforschung der Entstehungszeit des Ortsnamens. Wir zitieren dazu Nikolaus Fox: "Das althochdeutsche (ahd) wilari, mhd. wiler, nhd. Weiler, ursprünglich hervorgegangen aus dem lateinischen villaris, villare, ist in vielen fränkischen Ortsnamen als zweites Glied vertreten. Die Ortschaften selbst bestanden zum großen Teil schon in fränkischer Zeit. Im Saarland findet man die Weilerorte vornehmlich in Gebieten, die arm sind an keltischen Überresten, in denen keltische Ortsnamen gar nicht oder kaum vertreten sind. Diese Gebiete zeigen dagegen deutliche Spuren der römischen Siedlung und Kultur. Bedeutsame Aufschlüsse über die Gründungs- und Entstehungszeiten der Weilerorte gibt die Tatsache, dass sich die Weilerorte fast alle in der Nähe ehemaliger Römerstraßen und römischer Kastelle befinden". Damit spricht dieser Forscher Bestimmungsgründe an, die bei Primsweiler alle zutreffen, nämlich Zeugnisse für die Anwesenheit der Römer in Hüttersdorf und Buprich, eine Römerstraße, die über Primsweiler führte und die Ableitung von villare, das sich im 12. Jahrhundert schon als Weiler darstellt. Bei der erwähnten alten Straße handelt es sich um eine Römerstraße, deren Reste in Hüttersdorf und Primsweiler nachgewiesen wurden. Man vermutet jetzt, dass sie den Verlauf Losheim, Wahlen, Gischberg, Hüttersdorf, Lebach, Saarbrücken nahm. Reste wurden noch 1836 gesehen und andere 1935 beim Bau des Schwesternhauses in Hüttersdorf wieder freigelegt. Es ist noch zu erwähnen, dass man dieser Römerstraße früher den Verlauf Metz - Tholey - Mainz zugesprochen hatte. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang auch die Münzfunde und die römischen Siedlungsbeweise von Hüttersdorf. Die vorgeschichtlichen Funde in Primsweiler sind 267.