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Der Name ist der Tradition entliehen

In Schmelz wurde in früheren Jahren Eisen geschmolzen.
Zugleich mag der Name Schmelz als Symbol für die in großen Teilen vollzogene, 1974 per Gesetz angeordnete Verschmelzung von sechs ehemals selbstständigen Gemeinden zur neuen Großgemeinde Schmelz stehen.
In fast zehn Jahren hat der politische und bürokratische Alltag das seine getan, um die engen Dorfgrenzen aufzuweichen und ein neues, lebensfähiges Gemeinwesen zu schaffen. Wenn heute noch immer von „den Hüttersdorfern“, den „Bettingern“ und den „Limbachern“ gesprochen wird, so wohl eher zur Betonung der unterschiedlichen Mentalität und der individuellen Eigenständigkeit.
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Schmelz, Hüttersdorf, Limbach, Michelbach, Primsweiler und Dorf im Bohnental und liegt auf geschichtsträchtigem Boden inmitten des Saarlandes.

Der Gemeindename

Die Gemeinde Schmelz hat ihren Namen von einer früheren Eisenschmelze, die im ausgehenden 17. Jahrhundert von der französischen Familie de Lenoncourt gegründet wurde. Charles Henry Gaspard de Lenoncourt erhielt 1686 vom französischen König Ludwig XIV eine Hüttenkonzession für seine Herrschaft in Dillingen, zu der auch Bettingen, heute Ortsteil von Schmelz, gehörte. Die Bettinger Schmelze lag am Ufer der Prims und bestand zeitweise aus zwei Schmelzöfen (Tiegel), einem Pochwerk und einer Gießerei für Takenplatten und Haushaltsgegenständen. Das Erz für die Anlage wurde im Tagebau im Gebiet Lebach, Gresaubach und Rümmelbach gewonnen. Leicht fiel auch die Holzkohlengewinnung, da Holz aus der waldreichen Gegend reichlich vorhanden war. Die Wasserkraft der Prims wurde zum Antrieb des Ofengebläses und der Pochhämmer genutzt. Nach der Umstellung von Holzkohle auf Kohle und Koks gab es zu viele Standortnachteile, da die Kohle aus den weiter entfernten saarländischen Kohlegebieten herangeschafft werden mussten, so dass die Eisenschmelze im Jahre 1868 schließen musste.