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Informationsveranstaltung zum Hospiz und Palliativzentrum Schmelz fand große Resonanz

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Über 100 Interessierte hatten sich am Dienstag, 28. November 2017, im Sitzungssaal des Schmelzer Rathauses eingefunden, um sich aus erster Hand über die geplante Errichtung eines Hospizes und Palliativzentrums im Gemeindebezirk Hüttersdorf zu informieren.

Das Podium war besetzt mit Bürgermeister Armin Emanuel, dem Vorsitzender des Fördervereins, Dr. Peter Schorr und Dr. Mike Packheiser von der gemeinnützigen Betreibergesellschaft und ebenfalls Mitglieder des Fördervereins, sowie mit Herrn Rainer Koppers vom Investor, der HDZ Projektgesellschaft "Bettinger Straße" GmbH und Co. KG, Saarbrücken.

Bürgermeister Armin Emanuel eröffnete in zweierlei Funktion die Veranstaltung - zum einen als Bürgermeister und Hausherr des Rathauses und zum anderen in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Fördervereins Hospiz und Palliativzentrum für die Landkreise Merzig/Wadern und Saarlouis in Schmelz e. V.

Als Bürgermeister stellte Armin Emanuel den geplanten Standort für das Hospiz vor. Es handelt sich um die 1,3 ha große Freifläche zwischen Bettinger Straße und Klosterstraße. Ein Teil der Fläche entlang der Klosterstraße soll für Wohnbebauung genutzt werden. Die Zufahrt zum Hospiz erfolgt ausschließlich über die Bettinger Straße. Das Bauleitverfahren ist eingeleitet und die Gemeinde geht davon aus, dass bis Mitte nächsten Jahres Baurecht geschaffen werden kann. Auch die Planungen für das Hospiz gehen voran, so dass noch im Jahr 2018 der Spatenstich erfolgen könnte. Rund drei Millionen Euro will die der Investor, die Firma von Rainer Koppers, in die Errichtung des Hospizes investieren.

Herr Dr. Mike Packheiser hatte die Aufgabe übernommen, den Hospizgedanken vorzustellen. Dabei geht es darum, Schwerkranken, an der Schwelle des Todes stehenden Menschen in ihren letzten Tagen zu helfen, ihnen Beistand zu geben, und zwar menschlich, medizinisch, auch geistlich, wenn es gewünscht wird. Alles ohne Ansehen von Konfession und Weltanschauung. Viele Menschen, jung oder alt, die in Hospizeinrichtungen betreut wurden, hat das vor einem einsamen und quälendem Sterben bewahrt. Das Hospiz ist dabei Teil eines Netzwerkes, bei dem neben den Hospizen die Hausärzte, die Krankenhäuser und spezielle Palliativmediziner zusammenwirken.

Geplant ist der Neubau eines Hospizes mit 12 Betten in Einzelzimmern, zwei Besucherzimmern, Multifunktionsräumen und Therapieräume für die Palliativmediziner, Physiotherapeuten und geistliche Betreuung. Das zweigeschossige Gebäude soll später um ein Zentrum für ambulante Palliativversorgung erweitert werden. Der vorgesehene Standort bietet mit rund 13.000 Quadratmetern eine große Grundstückfläche, in die das Ensemble in parkähnlicher Weise eingebunden sein soll. Die Bewohnerzimmer sollen alle ebenerdig mit großzügiger Verglasung und direktem Zugang zu einer die Privatsphäre wahrenden Freiterrasse ausgestattet sein.

Dr. Peter Schorr, niedergelassener Arzt in Schmelz und Leiter eines überregionalen Netzwerkes für Palliativmedizin, konnte berichten, dass das Konzept bei den Krankenkassen auf positive Resonanz gestoßen ist. Er ist sicher, dass mit dem geplanten Hospiz ein Teil des Bedarfes im Bereich Saarlouis und Merzig-Wadern abgedeckt werden kann. Er stellte klar, dass die Einrichtung eines Hospizes ohne die Unterstützung durch einen Förderverein nicht zu realisieren ist. Der Verein hat zum einen die Aufgabe, für die Hospizidee innerhalb der Bevölkerung zu werben und Mitglieder und Sponsoren zu gewinnen, die ihn bei seinen Aufgaben unterstützen. Da die Krankenkassen nur 95 % der Betriebskosten des Hospizes übernehmen, müssen die restlichen 5 % durch den Förderverein und über Spenden aufgebracht werden. Natürlich freut sich der Förderverein neben der finanziellen auch über die Unterstützung von ehrenamtlichen Kräften.

Der Förderverein wird in den nächsten Wochen mit einem Flyer gezielt Werbung für die Hospizidee und die Möglichkeiten der Unterstützung machen. Wenn Sie Mitglied im als gemeinnützig anerkannten Förderverein werden wollen, können Sie das mit der Beitrittserklärung tun.