Sie befinden sich hier

Inhalt

Rekordabfüllung von Sandsäcken mit der Sandsackabfüllanlage in Schmelz

Datum: Veranstaltungsort: Veranstalter:

Starke Regenfälle hielten die Schmelzer Feuerwehr am vergangen Montag, 11. Juni, bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen in Atem.

Alle sechs Löschbezirke der Gemeinde Schmelz waren an diesem Tag im Einsatz. Mit 90 Einsatzkräften wurden insgesamt 26 Einsatzstellen in den Ortsteilen Schmelz, Hüttersdorf, Limbach, Primsweiler, Michelbach und Dorf im Bohnental versorgt. Die Einsatzführung erfolgte dabei über die Führungsgruppe in der Feuerwache in Schmelz, die Einsatzleitung hatte die Schmelzer Wehrführung.

Hierbei hat sich wieder einmal der durch Feuerwehr und Verwaltung seit den 90er Jahren ständig weiterentwickelte Hochwasseralarmplan der Gemeinde Schmelz bestens bewährt. Der Plan regelt unter anderem das Zusammenwirken der Rettungsdienste wie Feuerwehr und DRK, sowie die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bauhof. Auch die Einbindung des Landkreises und des THW sind dort geregelt. Des Weiteren sind dort die kritischen Hochwasserpunkte enthalten um lageabhängig rasch reagieren zu können.

Auch die Sandsackabfüllanlage des Landkreises Saarlouis, die sich auf dem Gelände des Schmelzer Bauhofes befindet und durch die Schmelzer Feuerwehr bedient wird, kam am vergangenen Montag erneut zum Einsatz. Die Schmelzer Löschbezirke Primsweiler, Dorf im Bohnental und Michelbach übernahmen dabei die Befüllung der Sandsäcke und wurden durch die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Schmelz unterstützt.
Es wurden insgesamt 4.200 Sandsäcke befüllt, so viel wie nie zuvor im Rahmen eines Einsatzes. Mit den Sandsäcken wurden neben Schmelz auch die Gemeinden Nalbach, Saarwellingen, Schwalbach, Überherrn und Rehlingen-Siersburg sowie Lebach und Dillingen versorgt. Neben den dem Landkreis Saarlouis angehörigen Feuerwehren wurden auch dieses Mal wieder die Gemeinden Tholey und Eppelborn über die Landkreisgrenzen hinaus mit Sandsäcken unterstützt.

Als einzige Gemeinde im Landkreis Saarlouis verfügt Schmelz seit März 2015 über eine Sandsackfüllanlage. Im Katastrophenfall wird die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Schmelz auch andere Feuerwehren im Landkreis mit gefüllten Sandsäcken unterstützen. Die Abfüllanlage verfügt über vier Abfüllstutzen, die das gleichzeitige Füllen von vier Sandsäcken ermöglichen. Mit dem Radlader wird der Sand in einen Trichter am oberen Ende der Abfüllanlage eingefüllt. Leere Sandsäcke werden unter die Abfüllstutzen gehalten und durch Zug an diesen gelangt eine konstante Menge Sand in jeden Sack. Die gefüllten Sandsäcke werden dann zur Nähmaschine weitergereicht. Zwei tragbare Industrienähmaschinen, die beweglich an jeweils einem Federzug befestigt sind, werden zum Vernähen der Sandsäcke genutzt. Die dadurch entstehende, flache Form der Sandsäcke, ermöglicht eine optimale Nutzung.
Zehn Personen bedienen die Sandsackfüllanlage. Neben einem Radladerfahrer, vier Personen an den Abfüllstutzen und zwei Personen an den Nähmaschinen sind zusätzliche Kräfte zum Anreichen von leeren Säcken oder dem Wegräumen gefüllter Säcke nötig.

Besonders betroffen waren erneut die Anwohner im Bereich der Sollbach. Um kurzfristig hier eine Verbesserung zu erreichen werden, wie bereits angekündigt, die beiden Rückhaltebereiche und Teile des Baches von den angespülten Sedimenten befreit. Dies kann aber erst erfolgen sobald der Boden ausreichend abgetrocknet ist um ihn mit Baggern bzw. Radladern zu befahren. Des Weiteren wird derzeit geprüft, ob auf der gemeindeeigenen Fläche neben dem Kinderspielplatz eine weitere Rückhaltezone mit der Aufschüttung eines kleinen Dammes möglich ist. Um dauerhaft Abhilfe zu schaffen muss Hochwasser aber dort bekämpft werden wo es entsteht. Daher werden Überlegungen angestellt, ob und wie mittelfristig Retentionsräume im Bereich des Sollbaches und zwar vor der bebauten Ortslage geschaffen werden können.

Allen Feuerwehrfrauen und -männern, den Kräften des Bauhofs, des DRK und auch des THW danke ich herzlich für ihren vorbildlichen Einsatz. Darüber hinaus geht ein Dank an die Metzgerei Stroh und die Bäckerei Steiniger für die Versorgung der Einsatzkräfte.

Wolfram Lang
1. Beigeordneter